Lösungen zur Übung Nr.9
Besprechung: Donnerstag, d. 22. Dezember 2005
Aufgabe 1:
Wir zerlegen den Kreiskegel in dünne Scheiben der Dicke
und Radius
.
ist die Höhe des Kegels
und
der Radius des Basiskreises (siehe Abbildung).

Abbildung 1:
Bezeichnungen beim Kreiskegel
|
Die Masse einer dünnen Kreisscheibe ist dann
, mit der Massendichte
. Die Masse des gesamten Kreiskegels ist dann
a) Wir wählen die Symmetrieachse des Kegels als
- Achse. Dann liegen aus Symmetriegründen die
- und
- Koordinaten
des Schwerpunktes bei
und
. Für die
- Koordinate folgt nach Definition
b) Das Trägheitsmoment einer Kreisscheibe ist nach Skript
. Integration von
bis
ergibt:
Hierbei haben wir die Ausdrücke für
und
am Anfang der Lösung benutzt. Auswertung des Integrals führt auf
Aufgabe 2:
Die Drehimpulse
vorher und
nachher sind
Drehimpulserhaltung verlangt
. Daraus folgt
Die Winkelgeschwindigkeit vergrößert sich also.
b) Für die Energien gilt entsprechend:
Die Zunahme der Energie ist
c) Diese Energie muss vom Ingenieur aufgebracht werden, indem er gegen die Zentrifugalkraft Arbeit leistet.
Aufgabe 3:
a) Trägheitsmomente werden allgemein durch eine Formel
dargestellt, wobei
ein numerischer Faktor und
eine charakteristische Länge des Körpers ist.
Daher gilt auch
Wir betrachten allgemein eine Kugel mit Wandstärke
. Die Rotationsachse gehen durch den Mittelpunkt
der Kugel, wir wählen sie als
- Achse (siehe Abbildung).

Abbildung 2:
Kugelkoordinaten
|
Dann können wir für die Massse
schreiben. Für das Trägheitsmoment erhalten wir ähnlich:
Das Verhältnis ist allgemein
Für eine Vollkugel setzen wir die Integrationsgrenzen
und
und erhalten
Bei der Hohlkugel ist
und daher
Wir fassen zusammen:
b) Die Geschwindigkeit beider Kugeln ist am Anfang gleich, und zwar
, die kinetische Energie ist aber
verschieden:
Im letzten Schritt haben wir
benutzt. Wir setzen die Werte für
und erhalten
Diese Energie wird in potentielle Energie umgesetzt,
, daher
Harm Fesefeldt
2006-01-10