Laplace- und Fourier- Transformation
Klassifizierung
Durch eine Funktion
hatten wir jeder Zahl
eine neue Zahl
zugeordnet, nämlich
. Dieses kann man verallgemeinern zum Begriff
der Funktionaltransformation. Gegeben sei eine bestimmte Menge von
Funktionen, z.B. die Menge der stetigen Funktionen oder die Menge der
trigonometrischen Funktionen. Bei einer Funktionaltransformation wird nun
jeder Funktion
aus der Originalmenge eine Funktion
aus der
Bildmenge zugeordnet. Die wichtigsten Transformationen sind die
Integraltransformationen
 |
(1) |
nennt man den Kern der Transformation. Häufig benutzte
Transformationen sind
Eine weitere Klassifikation kann noch durch die Wahl der Integrationsgrenzen
vorgenommen werden.
Aus der Integraldefinition kann man eine weitere Klasse von Transformationen
herleiten, nämlich die diskreten Transformationen. Ein Beispiel ist
Wichtig ist hierbei, daß die Funktion
nur an den diskreten Punkten
bekannt oder gemessen zu sein braucht. Hat die Zahlenfolge
die equidistanten Werte
, so kann man den
dann für alle
konstanten Faktor
weglassen und
erhält
 |
(2) |
Eine der wichtigsten Transformationen dieser Art hat den Kern
und heißt
- Transformation (
bis
) oder Laurent-
Transformation (
bis
). Es sind dieses besonders
die Laplace- Transformation, die Fourier- Transformation und diese beiden
letzteren diskreten Transformationen, mit denen wir uns im folgenden
beschäftigen werden.
Wir schreiben die Laplace- Transformation im folgenden in der Form
 |
(3) |
Hierbei ist also, wie oben schon erwähnt,
eine komplexe Zahl, die wir
immer mit
 |
(4) |
in Real- und Imaginärteil zerlegen werden, und
eine reelle Zahl,
die im allgemeinen, aber nicht immer, die Bedeutung der Zeit hat.
Man spricht von der einseitigen Laplace- Transformation, wenn, wie in
Formel (3), die untere Integrationsgrenze gleich 0 gesetzt wird,
dagegen von der zweiseitigen Laplace- Transformation, wenn
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(5) |
In diesem Kapitel werden wir uns ausschließlich mit der einseitigen
Laplace- Transformation beschäftigen. In späteren Kapiteln werden wir
aber auch die zweiseitige Laplace- Transformation benötigen. Die
entsprechenden Formeln müssen dann teilweise geringfügig geändert
werden.
Statt der Integralformel schreibt man zur Abkürzung
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(6) |
was heißen soll, daß die Laplace- Transformierte der Funktion
die Funktion
ist. Oder anders ausgedrückt, durch Anwendung
der Operation
geht die Funktion
über in
:
Wir bezeichnen immer die Originalfunktion mit kleinen und die Bildfunktion
mit großen Buchstaben. Die inverse Transformation drückt man durch die
Bezeichnung
 |
(7) |
aus. Dieses bedeutet, daß
eine Funktion ist, deren Laplace-
Transformierte gleich
ist. Während die Laplace- Transformation
selbst im allgemeinen rechentechnisch einfach ist, bereitet die
Rücktransformation häufig Schwierigkeiten.
Beispiele.
Einige einfache Beispiele mögen diese Zuordnung veranschaulichen.
Sei
, dann ist
Wir schreiben also:
Für
erhalten wir entsprechend
Bei diesem Integral muß man etwas Obacht geben. Wir zerlegen
und
in Real- und Imaginärteil,
Dieses Integral ist dann und nur dann endlich und gleich
wenn
. Wir erhalten also die Zuordnung
Allgemeiner kann man nachrechnen, daß
 |
(8) |
Die beiden ersten Beispiele sind als Spezialfälle in diesem letzteren
Beispiel enthalten.
Transformationsregeln.
Die folgenden Regeln lassen sich aus der Integraldefinition der Laplace-
Transformation herleiten:
Linearität:
Differentiation und Integral:
Verschiebungssatz:
 |
(13) |
Faltungssatz:
 |
(14) |
Besonders die Regeln für die Integrale und Ableitungen muß man sich
auf der Zunge zergehen lassen. Hier wird die komplizierte Operation
eines Integrals oder einer Ableitung im Originalbereich ersetzt durch
einfache algebraische Operationen im Bildbereich. Die Beweise für diese
Regeln überlassen wir dem Leser (Stichwort: partielle Integration).
Beispiel.
Wir wollen die Transformationsregeln an einigen Beispielen erläutern.
Gegeben sei die Zeitfunktion (siehe Abb.1)

Abbildung 1:
Einfache Zeitfunktion.
Wir zerlegen die Funktion in zwei Teile (siehe rechte Seite von Abb.1):
Dann ist
und
Dabei ist gemäß Formel (8) (
):
Mit Hilfe des Verschiebungssatzes erhalten wir:
Das Endergebnis lautet:
Beispiel.
Die Schaltfunktion kann dargestellt werden als
wobei
die Sprungfunktion
ist. Die zu
gehörige Bildfunktion ist
sodaß mit Hilfe des Verschiebungssatzes folgt:
Beispiel.
Gegeben sei ein Rechteckimpuls (siehe Abb.2):
wobei
eine feste Zeit und
irgendeine positive Zahl ist.

Abbildung 2:
Zerlegung des Rechteckimpulses in zwei Teilfunktionen.
läßt sich als Summe zweier Schaltfunktionen darstellen:
Die Laplace- Transformierte lautet:
Wir entwickeln den Ausdruck in der eckigen Klammer,
Für große
können wir alle weiteren Glieder vernachlässigen. Im
Grenzfall
folgt:
ist aber nichts anderes als die
Diracsche
- Funktion, sodaß wir schreiben können
In einer etwas allgemeineren Form gilt dann:
Inverse Transformation
Während die Laplace- Transformation selbst und das Rechnen im Bildbereich
recht einfach sind, kann die inverse Transformation erhebliche
Schwierigkeiten bereiten. Zur Lösung wird man zunächst versuchen, durch
,,raten'' oder ,,probieren'' die zu
gehörige Originalfunktion
zu finden. Besonders hilfreich sind hierbei die in der Literatur
vorhandenen Korrespondenztabellen. Eine andere Möglichkeit ist die
Rücktransformation mit Hilfe des Faltungssatzes:
 |
(15) |
Wenn es also möglich ist, die Bildfunktion
so in zwei Faktoren
und
zu zerlegen, daß diese einzeln leicht
rücktransformierbar sind, erhält man eine Integraldarstellung der
Originalfunktion
 |
(16) |
Wenn alle diese Methoden versagen, muß man zum folgenden immer anwendbaren
Algorithmus übergehen.
Umkehrformel.
Die Funktion
habe singuläre Stellen in endlich vielen Punkten
.
sei insbesondere regulär im Punkte
. Für einen Punkt
außerhalb des geschlossenen
Weges
um die singulären Punkte gilt dann nach Formel (53) des vorherigen Kapitels:
 |
(17) |
ist nun aber eine Bildfunktion, nämlich
Die Vertauschung der Vorzeichen in den Exponentialausdrücken ist nicht
unbedingt einleuchtend, soll hier aber ohne Beweis übergangen werden.
Wir setzen dieses in (17) ein und erhalten nach Vertauschen der
Integrationsreihenfolge (ungeachtet dessen, ob diese Vertauschung erlaubt
ist oder nicht, siehe späteren Kommentar):
Ein Vergleich mit der Laplace- Transformation zeigt, daß
sein muß. Mit Hilfe der Residuenformel des vorherigen Kapitels
folgt:
 |
(18) |
Das ganze Problem der Rücktransformation reduziert sich mit dieser Formel
darauf, die singulären Stellen des Ausdrucks
zu berechnen
und zu summieren. Die Umkehrformel wurde abgeleitet, ohne auf einige
mathematisch notwendige Bedingungen einzugehen. Das so erhaltene Ergebnis
kann daher auch falsch sein. Man muß also immer noch einmal prüfen, ob
die berechnete Funktion
wirklich die Originalfunktion zu
ist.
Für eine besonders häufig vorkommende Funktionenklasse, nämlich für die
rationalen Funktionen, die im Unendlichen verschwinden, funktioniert
diese Rücktransformation aber immer und liefert auch die richtige
Originalfunktion.
Beispiel.
Zur Demonstrartion diskutieren wir zwei einfache Anwendungen aus der Elektrotechnik.
Gegeben sei der Schaltkreis in Abbildung 3.

Abbildung 3:
Elektrisches Schaltkreis mit Widerstand, Spule und Kondensator.
Aus den Gesetzen der Elektrotechnik entnehmen wir die folgende Beziehung
zwischen Strom
und Spannung
:
Anwendung der Laplace- Transformation liefert:
Hierbei wurde
gesetzt. Außerdem ist
, sofern
für
gesetzt
wird. Die Lösung im Bildraum ist
mit
und
Die Transformation und Lösung im Bildraum ist also außerordentlich
einfach. Das Problem ist die Rücktransformation. Mit Hilfe des Faltungssatzes
ergibt sich
Da
eine rationale Funktion ist, die im Unendlichen verschwindet, kann
mit Hilfe der Residuenformel zurücktransformiert werden,
Die Residuen in den beiden Polen sind
sodaß wir die allgemeine Lösung schreiben können als
 |
(19) |
Dieses ist ein relles Integral, was man folgendermaßen einsehen kann.
Wenn
und
reell sind, ist (19) in jedem Fall reell.
Seien
und
komplex, so sind
und
konjugiert
komplex zueinander, also
. Nach den Formeln für
komplex konjugierte Zahlen erhalten wir nach einiger Rechnung
wobei wir
gesetzt haben. Wenn
nicht zu kompliziert ist, kann man dieses Integral
elementar lösen. Wenn dagegen
einen gewissen Kompliziertheitsgrad
übersteigt, muß man numerisch integrieren.
Beispiel.
In einem zweiten Beispiel der Elektrotechnik sei der Stromkreis von Abb.4
gegeben.

Abbildung 4:
Eine einfache Vierpol- Schaltung.
Gesucht ist die Spannung
als Funktion der Spannung
.
Offensichtlich ist
Wir eliminieren die Ströme und erhalten folgende Gleichung zwischen
und
:
Anwendung der Laplace- Transformation ergibt
oder
mit
Alles weitere geht wie im ersten Beispiel. Wir schreiben
und erhalten mit Hilfe des Faltungssatzes
mit
Nach einiger Rechnung folgt das Resultat
Auch in dieser Formel kann man sich davon überzeugen, daß, obwohl
komplexe Zahlen in den Formeln stehen, die Spannung
eine reelle
Funktion ist. Wir erhalten wie im vorigen Beispiel das reelle Integral
mit
Mehrdimensionale Laplace- Transformation
Für eine Funktion
hatten wir die (einseitige) Laplace- Transformation
definiert als
Diese Definition kann man ohne weiteres verallgemeinern für den Fall einer
Funktion
mehrerer Veränderlicher
:
 |
(20) |
mit dem komplexen Vektor
. Leider ist
die Theorie der komplexen Funktionen mehrerer Veränderlicher um einiges
schwieriger zu handhaben als die Theorie der komplexen Funktionen mit nur
einer Veränderlichen. Wir können die Theorie der mehrdimensionalen
komplexen Funktionen jedoch umgehen, wenn wir die Transformation (20)
schreiben in der Form
Definieren wir die Laplace Transformierte bezüglich der Variablen
durch
 |
(21) |
so kann man schreiben:
 |
(22) |
Für jeden einzelnen Transformationsschritt kann der gesamte Formalismus
der eindimensionalen Laplace Transformation angewendet werden.
Korrespondenztabellen.
Bisher haben wir in unseren Beispielen alle Rücktransformationen
mit Hilfe des Verschiebungssatzes, des Faltungssatzes oder der Residuenformel
lösen können. In einer ganzen Reihe von Anwendungen sind diese Verfahren
jedoch außerordentlich mühsam und zeitraubend. Man bedient sich daher
zweckmäßigerweise der Korrespondenztabellen, in denen ähnlich wie in
einer Integraltafel alle nur denkbaren Laplace- Transformationen
tabelliert sind. Diese Korrespondenztabellen gehören selbstverständlich
auf den Schreibtisch eines jeden Systemanalytikers. Auch wir werden
im folgenden häufig von diesen Korrespondenztabellen Gebrauch machen.
Fourier Transformation
Die Integraltransformation
 |
(23) |
wobei
reell ist, führt auf den Begriff der Fourier Transformation.
Die Operator Schreibweise ist
 |
(24) |
Um die Umkehrrelation zu erhalten, multiplizieren wir
mit
und integrieren über
. Nach Einsetzen von
aus (23) erhalten wir
Das rechts stehende Integral ist nun aber gerade die Diracsche
-
Funktion:
Daher folgt
 |
(25) |
Die Bildfunktion der Laplace Transformation ist eine komplexwertige Funktion
einer komplexen Veränderlichen. Im Gegensatz dazu ist die Bildfunktion der
Fourier Transformation eine komplexwertige Funktion einer reellen
Veränderlichen.
Rechenregeln.
Die wichtigsten Rechenregeln der Fourier Transformation sind:
Linearität:
Ableitung und Integral:
Faltungssatz:
 |
(30) |
Verschiebungssatz:
 |
(31) |
Wir bemerken insbesondere das Fehlen des Anfangswertes
in der Regel
für die Ableitung. Die Anfangswertbedingung
für
ist jedoch bereits in der Bedingung für die Existenz des Fourier Integrals
enthalten. Das Integral existiert nur, wenn
für
. Dieser Sachverhalt führt uns auf den großen Nachteil
der Fourier Transformation, nämlich ihre Konvergenzempfindlichkeit.
Die (zweiseitige) Laplace Transformation war definiert als
(mit
):
wogegen in der Fourier Transformation der Dämpfungsterm
fehlt:
Bei der Fourier Transformation muß die Existenz des Integrals von der
Funktion
allein zuwege gebracht werden, während bei der Laplace
Transformation der Faktor
für fast alle Funktionen
die Existenz des Integrals garantiert, sofern nur
bzw
. Die Menge der Funktionen
, die eine Fourier
Transformierte besitzen, ist gegenüber der Laplace Transformation erheblich
eingeschränkt. Wegen des Fehlens einer frei wählbaren Anfangsbedingung
ist die Fourier Transformation in der Systemanalyse nur beschränkt
einsetzbar. Für Untersuchungen des Einschwingverhaltens ist die Fourier
Transformation sogar ungeeignet. Dagegen erweist sie sich häufig der Laplace
Transformation überlegen, wenn man den eingeschwungenen Zustand bei
periodischer Erregung zu untersuchen hat.
Abtasttheorem
Es sei
eine beliebige Zeitfunktion mit einer Fourier Transformierten
 |
(32) |
Wegen
ist
symmetrisch um
, d.h.
 |
(33) |
Man nennt die Funktion
das Spektrum der Funktion
.
Die Funktion
muß nun, genau wie die Funktion
, für
gegen Null konvergieren. Dieses folgt aus der Existenz des
Umkehrintegrals. Ab einem gewissen Wert
ist nun
so klein, daß man
für
setzen kann.
Wir nennen die zugehörige Zeitfunktion
 |
(34) |
ein Signal mit bandbegrenztem Spektrum. Die Berechtigung für diese
Approximation liegt darin, daß alle in der Natur vorkommenden Signale
ein bandbegrenztes Spektrum besitzen. Diese Bemerkung gilt erst recht
für alle in experimentellen Anordnungen gemessenen Signale. Formel (34)
ist die Definitionsgleichung für die Rücktransformation bei einem
bandbegrenzten Spektrum.
Benutzt man (34) als Formel für die Rücktransformation, so kann
für
beliebig fortgesetzt werden,
z.B. periodisch mit
In diesem Fall kann man
durch eine sogenannte Fourier Reihe
darstellen,
 |
(35) |
wobei die Koeffizienten
für die Konvergenz verantwortlich sind,
d.h.
Zur Bestimmung der Koeffizienten
multiplizieren wir (35) mit
und integrieren von
bis
:
Das rechts stehende Integral läßt sich wieder durch die
- Funktion
ausdrücken,
Daher folgt
 |
(36) |
Ein Vergleich mit (34) zeigt, daß
 |
(37) |
Wir setzen jetzt die Fourier- Reihe (35) mit den Entwicklungskoeffizienten
(37) in die Formel (34) für die Rücktransformation ein. Dieses
ergibt:
oder, sofern wir Summe und Integral vertauschen dürfen,
Das rechts stehende Integral läßt sich elementar ausrechnen. Setzen wir
zur Abkürzung noch
, so ergibt sich schließlich
die sogenannte Sampling- Reihe.
 |
(38) |
Diese Formel läßt sich mit folgendem Satz (Abtasttheorem)
interpretieren:
Besitzt eine Zeitfunktion
ein bandbegrenztes Spektrum mit der
oberen Grenzfrequenz
, dann ist
durch die diskreten
Tastwerte
mit
vollständig bestimmt. Die
Fourier- Transformierte dieser bandbegrenzten Zeitfunktion ist
 |
(39) |
Eine solche Funktionsdarstellung durch diskrete Abtastwerte ist nun aber
wesentlich besser sowohl für experimentelle wie für rechentechnische
Anwendungen geeignet als eine kontinuierliche Funktion. Insbesondere kann
man wegen
und
für
die Summe durch eine endliche Summe approximieren.
Laurent- und Z- Transformation
Nach dem Vorbild des Abtasttheorems wird die Laurent- Transformation
definiert als
 |
(40) |
Falls
für
, so gelangt man zur Z- Transformation
 |
(41) |
Die Z- Transformation ist also als Spezialfall in der Laurent- Transformation
enthalten. Wir werden daher alle Formeln nur für die Laurent- Transformation
herleiten.
Rücktransformation.
Zur Rücktransformation erwähnen wir zwei häufig benuzte Methoden.
Die erste Methode basiert auf der Laurent- Reihenentwicklung (daher der
Name dieser Transformation). Hierzu wird die Bildfunktion
in eine
Potenzreihe um
entwickelt:
 |
(42) |
Durch Vergleich mit (40) erkennt man sofort, daß
 |
(43) |
Ist die Bildfunktion insbesondere rational in
, d.h.
 |
(44) |
so erhält man die Koeffizienten
aus der einfachen
Rekursionsrelation
Die zweite Methode basiert auf der Integralformel von Cauchy. Wir bilden
und berechnen das Kreisintegral um
:
Das rechts stehende Integral ist aber nur für
, d.h. für
, von Null verschieden,
Daher folgt die Residuenformel der Laurent- Rücktransformation:
 |
(46) |
Diese Formel ist vollkommen equivalent zur Residuenformel der Laplace
Transformation.
Rechenregeln.
Ausgehend von den Rechenregeln der Fourier Transformation und mit Hilfe
der Relation
lassen sich folgende Regeln herleiten:
Linearität:
Ableitung und Integral:
mit
![\begin{displaymath}
\psi(z) = \frac{1}{T} ln z = \frac{2}{T} \left[ \frac{z-1}{z...
...}{3} \frac{(z-1)^{3}}{(z+1)^{3}} + \cdot \cdot \cdot \right] .
\end{displaymath}](img238.gif) |
(51) |
In praktischen Anwendungen kann im allgemeinen
 |
(52) |
gesetzt werden. Die gleichen Relationen gelten natürlich für die
Z- Transformation mit
für
.
Wir möchten noch auf die Ähnlichkeit der Rechenregeln der Laplace- und
der Laurent- Transformation hinweisen. Man muß nur
durch
ersetzen und beachten, daß die Anfangsbedingung
für
bei der (einseitigen) Laplace- Transformation durch
für
bei der Laurent- Transformation ersetzt wurde.
Harm Fesefeldt
2006-04-05